So stärkst du den Rücken deines Pferdes. Ein Leitfaden für ein gesünderes, besser ausbalanciertes Pferd

How to Strengthen Your Horse’s Back. A Guide to a Healthier, More Balanced Horse

Pferderücken stärken: So entwickeln Sie Kraft, Balance und eine gesunde Oberlinie

Ein starker Rücken ist die Grundlage für ein gesundes, ausbalanciertes und langfristig belastbares Pferd. Ist der Rücken gut trainiert, kann Ihr Pferd den Reiter mit weniger Spannung tragen, feiner auf Hilfen reagieren und länger arbeiten, ohne andere Muskelgruppen zu überlasten. In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie der Pferderücken funktioniert, was die Forschung über Core-Training sagt und wie Sie die Rückenmuskulatur sicher und effektiv aufbauen.

Warum ist der Rücken Ihres Pferdes so wichtig?

Der Pferderücken ist kein starrer Balken, sondern besteht aus einer Kette von Gelenken, die bei jeder Bewegung harmonisch zusammenarbeiten müssen. Stabilisiert wird die Wirbelsäule durch ein komplexes Muskelsystem: den Musculus longissimus dorsi, die Bauchmuskulatur einschließlich Musculus rectus abdominis und der schrägen Bauchmuskeln sowie die Muskulatur von Becken und Hinterhand.

Sind einzelne Muskelgruppen zu schwach oder arbeiten nicht ausreichend mit, müssen andere Bereiche kompensieren. Genau dort entstehen häufig Verspannungen, Lahmheiten und Verletzungen.

Eine kräftige und gut koordinierte Körpermitte ermöglicht:

  • bessere Balance in Wendungen und Übergängen
  • eine geschmeidigere und rundere Bewegung
  • geringere Belastung für Gelenke und Sehnen
  • mehr Tragkraft ohne Absinken des Rückens

Das ist nicht nur Theorie. Ein gesunder Rücken ist eng mit der langfristigen Gesunderhaltung des Pferdes verbunden und gehört deshalb zu den wichtigsten Trainingszielen im Alltag.

Was sagt die Forschung zum Core-Training beim Pferd?

In den vergangenen Jahren haben mehrere wissenschaftliche Studien untersucht, wie sich die Rumpf- und Rückenmuskulatur von Pferden gezielt stärken lässt.

Das Royal Veterinary College in London veröffentlichte 2017 eine Studie, in der sieben Pferde vier Wochen lang mit einem System elastischer Trainingsbänder trainiert wurden, die an einer Schabracke befestigt waren. Mithilfe von Bewegungssensoren analysierten die Forscher die Rückenbewegung vor und nach dem Trainingsprogramm.

Das Ergebnis: Die elastischen Bänder reduzierten die Rotations- und Seitwärtsbewegungen im Brust- und Lendenbereich deutlich. Der Rücken wurde im Trab dynamisch stabiler.¹

Eine spätere Studie der University of Tennessee untersuchte die Muskelaktivität mithilfe der Oberflächen-Elektromyographie (sEMG). Sie zeigte, dass elastische Trainingsbänder die Aktivität des Musculus rectus abdominis erhöhen, also genau jener Bauchmuskulatur, die den Rücken von unten stabilisiert.²

Wichtig ist dabei: Die Bänder sind keine Wunderlösung. Sie geben dem Pferd lediglich einen sanften propriozeptiven Reiz, der den Körper daran erinnert, während der Bewegung die richtigen Muskeln zu aktivieren. Genau so funktioniert modernes Core-Training: Nicht durch Zwang, sondern indem das Pferd selbst eine funktionelle Haltung findet.

So stärken Sie den Rücken Ihres Pferdes: Drei wichtige Bausteine

Der Aufbau einer starken Oberlinie besteht nicht aus einer einzelnen Übung, sondern aus einem abwechslungsreichen Trainingskonzept.

1. Bodenarbeit mit Stangen

Das Übertreten von Bodenstangen und später niedrigen Cavaletti fordert das Pferd dazu auf, die Beine aktiver anzuheben und gleichzeitig Bauch- und Rückenmuskulatur einzusetzen.

Studien zeigen, dass Bodenstangen die Aktivität des Musculus longissimus dorsi erhöhen und Trab über Stangen zusätzlich die Bauchmuskulatur aktiviert.²

Beginnen Sie mit fünf bis acht Bodenstangen und arbeiten Sie zunächst ruhig im Schritt, bevor Sie Tempo oder Schwierigkeit steigern.

2. Longieren mit Unterstützung für Rumpf und Hinterhand

Longieren eignet sich hervorragend zum Muskelaufbau, da das Pferd ohne Reitergewicht arbeiten kann.

In Kombination mit einem Trainingsbandsystem wie CORE by D erhält das Pferd einen sanften Impuls, Rumpf und Hinterhand aktiver einzusetzen, ohne dass Ausbinder oder straff verschnallte Hilfszügel notwendig sind.

Beginnen Sie mit kurzen Einheiten von fünf bis fünfzehn Minuten und steigern Sie die Dauer langsam.

3. Abwechslungsreiches Gelände und Bergaufarbeit

Ausritte, leichtes Bergaufreiten und unterschiedliche Bodenverhältnisse aktivieren nahezu die gesamte Rumpfmuskulatur.

Diese Form des Trainings wird häufig unterschätzt und benötigt keinerlei zusätzliche Ausrüstung.

Wie oft und wie lange?

Die meisten Pferde profitieren von zwei bis drei Krafttrainingseinheiten pro Woche mit ein bis zwei Erholungstagen dazwischen.

Wie jede andere Muskulatur benötigt auch die Rückenmuskulatur Zeit zur Regeneration. Tägliches intensives Training führt meist zu schlechteren Ergebnissen.

Ein möglicher Trainingsaufbau:

Woche 1 bis 2

  • kurze Einheiten von fünf bis fünfzehn Minuten
  • geringe Belastung
  • Fokus auf Losgelassenheit

Woche 3 bis 4

  • Training auf 20 bis 25 Minuten verlängern
  • erste Bodenstangen integrieren

Ab Woche 5

  • abwechslungsreiche Belastung
  • längere Einheiten
  • Kombination aus Longieren, Bodenarbeit und Reiten

Mit sichtbaren Veränderungen der Muskulatur und Bewegungsqualität ist meist nach vier bis sechs Wochen zu rechnen.

Häufige Fehler

Zu viel zu schnell. Zu straff eingestellte Bänder oder zu lange Trainingseinheiten führen häufig zu Muskelkater und Widerstand. Locker und regelmäßig ist wirkungsvoller als selten und intensiv.

Warnsignale ignorieren. Schweifschlagen, Widerstand, Verspannungen oder ein abgesenkter Rücken sind Hinweise, die ernst genommen werden sollten.

Nur an den Rücken denken. Rücken, Bauch und Hinterhand arbeiten als funktionelle Einheit. Ein isoliertes Rückentraining führt selten zum gewünschten Ergebnis.

Aufwärmen überspringen. Vor anspruchsvolleren Übungen sollten mindestens zehn Minuten Schritt geritten oder geführt werden.

Wann sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden?

Zeigt Ihr Pferd Schmerzen, Schwierigkeiten in Übergängen, Schweifschlagen, ein Wegdrücken des Rückens beim Satteln oder deutliche Bewegungsasymmetrien, sollten Sie vor Beginn eines Krafttrainingsprogramms immer Ihren Tierarzt oder eine qualifizierte Pferdephysiotherapeutin beziehungsweise einen Pferdephysiotherapeuten konsultieren.

Core-Training kann die Rehabilitation sinnvoll unterstützen, ersetzt jedoch niemals eine medizinische Diagnose.

Equiband Alternative: Was unterscheidet CORE by D?

Viele Reiter entdecken CORE by D auf der Suche nach einer Alternative zu Equiband.

Das Grundprinzip ist identisch: Elastische Trainingsbänder, die an einer Schabracke befestigt werden, fördern die Aktivierung der Körpermitte und verbessern das Körperbewusstsein des Pferdes.

Der Unterschied: CORE by D ist durch den Direktvertrieb aus unserem eigenen Lager etwa deutlich günstiger, ohne Kompromisse bei Qualität oder wissenschaftlicher Grundlage.

Bereit für strukturiertes Core-Training?

CORE by D ist ein elastisches Trainingsbandsystem, das mit Clips an einer Schabracke befestigt wird.

Es wurde gemeinsam mit Tierärzten und Trainern entwickelt, um Ihr Pferd beim Reiten und Longieren dabei zu unterstützen, die richtigen Muskelgruppen zu aktivieren. Einfach in der Anwendung und leicht in das tägliche Training zu integrieren.

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Quellen

  1. Pfau T, Simons V, Rombach N, Stubbs N, Weller R. Effect of a 4-week elastic resistance band training regimen on back kinematics in horses trotting in-hand and on the lunge. Equine Veterinary Journal. 2017;49(6):829–835.
  2. Shaw K, Ursini T, Levine D, Richards J, Adair S. The Effect of Ground Poles and Elastic Resistance Bands on Longissimus Dorsi and Rectus Abdominus Muscle Activity During Equine Walk and Trot. Journal of Equine Veterinary Science. 2021;107:103772.